AdSense - Klage gegen Google als Werbegag?

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AdSense - Klage gegen Google als Werbegag?

Klage gegen GoogleTheresa Bradley, Inhaberin des US-Unternehmens Brava Corp., hat bei einem Gericht in San Francisco Klage gegen den Suchmaschinen-Betreiber Google eingereicht und verlangt 250.000 Dollar Schadenersatz für angeblich aufgebrachte 100 Arbeitsstunden zum Zwecke der Einbindung des Google-AdSense-Codes.

Das Unternehmen der Klägerin bietet auf seiner Website diverse Nahrungsergänzungsmittel sowie Beratungsdienstleistungen an und wollte offenbar Googles AdSense-Code einbinden, um damit zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Als dann der entsprechende Code eingebunden wurde, forderte Theresa Bradley Google auf, Werbeschaltungen vermeintlicher Wettbewerber, aus den Werbeblöcken ihrer Webpräsenz zu entfernen (Google bietet bekanntlich AdSense-Publishern die Möglichkeit, Werbeanzeigen der Konkurrenz auszublenden); doch Google reagierte mit der Schließung des AdSense-Accounts des Unternehmens mit der Begründung, es wären "unerlaubte Klicks" festgestellt worden.

Der Suchmaschinen-Betreiber beruft sich dabei auf seine AdSense-Richtlinien, in denen es ganz eindeutig heisst

Bitte beachten Sie, dass Sie keinesfalls auf Ihre eigenen Anzeigen klicken dürfen, da es ansonsten zu einer künstlichen Steigerung der Kosten für Inserenten kommen kann.

Die Inhaberin von Brava Corp. gesteht zwar ein, auf die AdSense-Anzeigen geklickt zu haben, beteuert jedoch, damit "nur" kontrolliert haben zu wollen, ob durch die eingeblendeten Anzeigen, nicht in etwa konkurrierende Produkte bewerben würden.
Theresa Bradley macht im Rahmen der Klage 100 Arbeitsstunden für die Einbindung des AdSense-Codes und - durch die Abschaltung des AdSense-Accounts inklusive der darüber geführten, öffentlichen Diskussion - "irreparable Schäden" und Rufschädigung ihres Unternehmens geltend und verlangt hierfür vom kalifornischen Unternehmen satte 250.000 USD Schadenersatz - angesichts der eindeutigen Sachlage, eine wahrlich absurde Forderung.

In diesem Fall wird bereits vielerorts gemunkelt, die ganze Aktion sei ein geschickt eingefädelter Werbegag, zudem Frau Bradley - 4 Wochen zuvor - bereits Yahoo verklagt hatte:

I've noticed that a lot of people are saying this is a publicity stunt. I can't say for sure that's the case, since Bradley never returned my calls, but I don't think that assumption is correct. She sued Yahoo on August 1st and Google on August 28, but never returned a phone call from me and never sent out any press releases. [...] I think it's important to understand the difference between publicity seeking (such as the ClickDefense class action lawsuit) and a case such as this, which clearly makes the plaintiff look ridiculous.

Die Klageerhebung gegen Großunternehmen wie Google - ob fundiert oder nicht - scheint zunehmend zum Volkssport zu werden, die Verlockung besteht hierbei für viele Kläger in der öffentlichen Beachtung dieser Aktionen; ob der dadurch "gewonnene Ruhm" letztendlich nicht mit einem Imageverlust und einer eher zweifelhaften Reputation einhergeht, scheint bei den Entscheidern kaum ein Thema zu sein.

 

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