Der im englischsprachigen Raum populäre Suchdienst Alexa und die spezialisierte Suchmaschine A9 blenden ab sofort die Suchergebnisse der neuen Microsoft-Suche, Microsoft Live, ein. Bis dahin, hatten beide Suchdienste mit dem kalifornischen Suchmaschinen-Betreiber Google kooperiert. Der durch seine Toolbar für Trafficanalyse bekannte Suchdienst Alexa.com und die Spezialsuchmaschine A9.com gehören zum Amazon-Imperium und hatten bis Dato Suchergebnisse des Marktführers Google eingeblendet. Alexa war 1996 von Bruce Gilliat and Brewster Kahle gegründet und später vom weltweit operierenden Internet-Unternehmen Amazon übernommen worden; das Angebot des Suchdienstes besteht aus der - vornehmlich im englischsprachigen Raum populären - Alexa Toolbar, ein Tool das die Popularität einer Webpräsenz anhand der Besuche von Internetusern berechnet, jedoch bei vielen Webmastern umstritten ist. A9 ist eine auf Büchersuche spezialiserte Suchmaschine, die Usern individuelle Einstellungen hinsichtlich Kategorisierung und Präferenzen erlaubt und die Amazon-Umsätze ankurbeln soll. Die Umstellung auf die derzeit stark in der Kritik stehenden Microsoft Live (die "neue" Suche aus Redmond) ist in sofern pikant, als Amazon-Chef Jeff Bezos vor Jahren Google finanziell unterstützt hatte und im Besitz eines Aktienpaketes der Google Inc. ist, zudem das Verhältnis zwischen Google und Amazon in der Branche als sehr gut galt. Microsoft kämpft allerdings seit geraumer Zeit darum, den Wirkungskreis des kalifornischen Suchtechnologie-Betreibers entscheidend einzuschränken, zu sehr ist der fulminante Erfolg Googles den Redmondern ein Dorn im Auge. Mit Kunden wie Alexa und A9 soll vermutlich die Reichweite der Microsoft-Live-Suchmaschine im Kampf um Online-Werbekunden erheblich erweitert werden, über die wirklichen Hintergründe der Transaktion ist nichts bekannt. |