E-Mail-Marketing - Chancen, Risiken und Nebenwirkungen

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E-Mail-Marketing - Chancen, Risiken und Nebenwirkungen

+++ Externer Fachbeitrag +++

eMail MarketingDie E-Mail ist neben dem World Wide Web der am häufigsten genutzte Internetdienst. Auch das E-Mail-Marketing nutzt diesen Kommunikationsweg, sei es in Form von Newslettern oder über Einzel-Mails, zur Kundengewinnung oder Kundenpflege, zum Produktverkauf oder zur Marktforschung.

Die elektronische Post (E-Mail) bietet einige Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Print-Mailing, die für ihren Einsatz als Marketing-Instrument sprechen: keine oder geringe Materialkosten, kürzere Vorlauf- und Responsezeiten. Zudem können hohe Rücklaufquoten erreicht werden, vor allem dann, wenn E-Mail als Marketinginstrument sehr zielgenau eingesetzt wird. Um dies zu erreichen, werden dem Empfänger Informationen übermittelt, die ihm auch einen Mehrwert bieten, und die er z.B. durch Abonnieren eines Newsletters selbst angefordert hat. Und mit genau diesem Opt-In-Verfahren vermeidet man, dass die Mails als Spam eingestuft werden, die Empfänger sich über unverlangte Email ärgern, und die durch Spam beworbene Marke einen Imageschaden erleidet.

Der Ruf der eMail hat in den letzten Jahren leider sehr stark dadurch gelitten, dass die Mailboxen der User mit unerwünschten Werbemails überquillen und dass E-Mails die häufigsten Überträger von Computer-Viren und -Würmern sind.
Computer-Viren können sich auf zweierlei Weise über E-Mails verbreiten: als Attachement der Mail, oder indem sie über Skripte, die in HTML-Mails eingebettet sind, auf den Computer des Empfängers geladen werden. Aus Sicherheitsgründen werden deswegen oftmals HTML-Mails und eMail-Attachments gefiltert, während reine Text-Mails als weitestgehend sicher gelten können.

E-Mail-Spam hat inzwischen die normale Mail zahlenmäßig überholt. Nach der Statistik von Brightmail beträgt der Anteil des Spams bereits 64 %, und  der Internet-Sicherheits-Dienstleister Message Labs identfizierte gar 76 % der gescannten Mails als Spam, während 9,1 % der Mails nach seiner Aussage virenverseucht sind. Und es soll noch schlimmer kommen, Seth Finkelstein sieht bereits eine Zusammenarbeit von Hackern und Spammern, die den Kampf gegen den Spam noch erschweren wird: Falsche Entwarnung bei Spam.

Der Kampf gegen Spam besteht derzeit vor allem in der Entwicklung immer besserer Filter-Techniken, die den unerwünschten Spam aus den Mails herausfiltern. Ein grundsätzliches Problem beim Filtern besteht darin, dass zu weite Maschen zu viel Spam durchlassen, während bei zu engen Maschen zuviele Mails fälschlicherweise als Spam identifiziert werden. Diese sogenannten False Positives, die nach Schätzungen bis zu 30% der Mails ausmachen sollen, gehen so auch für das seriöse E-Mail Marketing verloren - sofern das Mailing nicht an den Filtern ausgerichtet wird. Das eMail Marketing Forum hält hierzu eine Checkliste mit Praxistipps bereit, wie man verhindern kann, selbst unter Spam-Verdacht zu geraten.

Fachbeitrag von: Jörg Kruse, Experte für Internet-Sicherheit
Webadresse: http://www.joergkrusesweb.de

 

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