Entwicklung der Suchmaschine Quaero wird voran getrieben

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Entwicklung der Suchmaschine Quaero wird voran getrieben

Quaero By AIIAm Dienstag stellte der französiche präsident Jacques Chirac in Paris die ersten 6 Projekte der im vergangenen Jahr gegründeten europäischen Innovationskooperation Agence de Innovation Industrielle (AII) vor, darunter die in einer deutsch-französischen Kooperation geplante Suchmaschine Quaero.

Das gemeinschaftliche Projekt Quaero wurde bereits Anfang 2006 mit grossem Pomp angekündigt und sollte den Versuch darstellen, die Vorherrschaft der amerikanischen Suchmaschine Google in Europa einzudämmen. Laut Ankündingungen, sollte die deutsch-französische Suchmaschine Quaero nicht nur Text-, sondern auch Bild-, Audio- und Videodateien durchsuchen und - neben dem PC - auch per TV und Mobiltelefon genutzt werden können.
Die AII verfügt derzeit über ein Gesamtbudget in Höhe von 1,7 Milliarden Euro, aus dem ein beträchtlicher Teil dem Projekt Quaero zukommen soll; an der Entwicklung der neuen Suchmaschine sind u.a. die französischen Unternehmen France Telecom und Exalead sowie die deutsche Siemens und verschiedene Forschungseinrichtungen beider Länder beteiligt.

Die Deutsche Telekom, die sich anfangs ebenfalls engagiert hatte, gab bereits Ende Januar ihren Ausstieg aus dem Projekt bekannt, was niemanden verwundern dürfte, verwendet doch die Telekom-Tochter T-Online in ihrem Hauptportal die bewährte Google-Suchtechnologie.
Anerkannte Marktkenner und Suchexperten räumen dem ehrgeizigen Suchmaschinen-Projekt ebenfalls nur geringe Chancen ein, Google ernsthaft in Europa zu gefährden: zu hoch sei bereits der technologische Vorsprung des kalifornischen Suchmaschinen-Betreibers, vor einer breit gefächerten Akzeptanz bei Internetnutzern ganz zu schweigen.

Die staatlich verordnete "europäische Emanzipation", die in Zeiten der Globalisierung bereits mehrfach gescheitert ist, wird in Sachen Quaero bestenfalls eine Quersubventionierung von Forschungseinrichtungen und Grossunternehmen bleiben, lässt sich ein derartiges Projekt kaum mit dem erfolgsgekrönten  Gemeinschaftsprojekt Airbus vergleichen.
Europa hat jahrelang die Entwicklung in Sachen Suchmaschinen-Technologie verschlafen; bedenkt man beispielsweise, dass Bertelsmann (eine Projektbeteiligung des Medienkonzerns steht ebenfalls im Raum) mit seiner ehemaligen Internet-Tochter Pixelpark ungefähr den gleichen Betrag in den Sand gesetzt hat, den Google benötigt hat, um die Marktführershaft zu erlangen, so muss man dem, in ehrbarer Absicht initiierten Projekt Quaero, doch nur sehr wenig Chancen einräumen.
Innovative Technologien lassen sich nicht auf Kommando produzieren, staatlich verordnen noch viel weniger. Dies werden auch die von Regulierungs- und Verordnungswut befallenen Deutschland und Frankreich zu spüren bekommen, bedauerlicherweise auf Kosten und zu Lasten der entmachteten Steuerzahler.

 

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