Die Aufregung und Befindlichkeiten im Zusammenhang mit Google's E-Mail-Dienst Gmail wollen kein Ende nehmen. Beim Versuch, die Frage der Rechtmässigkeit des Dienstes zu klären, wird in den USA - neben der Öffentlichkeit - zunehmend die Justiz bemüht. Drei gemeinnützige Organisationen behaupten, Gmail würde gegen bestehende kalifornische Abhörgesetzte verstossen: in einem Brief an den kalifornischen Generalstaatsanwalt Bill Lockyer, fordert das Electronic Privacy Information Center eine sofortige eingehende Untersuchung und Verbot von Gmail im Zusammenhang mit möglichen Verstössen des Dienstes gegen § 631 des kalifornischen Strafgesetzbuches. Dieser Paragraph behandelt den Datenschutz im Zusammenhang mit Abhörpraktiken und wird derzeit vielfach, bezugnehmend auf Goggle's E-Mail-Services, bemüht. Da dieser Paragraph die Anwendung von Abhörpraktiken im Zusammenhang mit kriminellen Handlungen von Verbrecher sehr streng regelt, unterstellt die EPIC mit dieser Aussage Google, es kämen hierbei Praktiken zur Anwendung die nur bei begründetem Verdacht auf illegale Handlungen erlaubt seien. Absurde Weltverschwörungstheorien ? Die Gmail-Gegner gingen in den vergangenen Tagen soweit, zu behaupten, Google hätte bei der Entwicklung des Dienstes, mit dem FBI zusammengearbeitet und diese intelligenten Technologien würden dem FBI - im Rahmen des berüchtigten Abhördienstes Carnivore - zur Verfügung gestellt. Ein Google-Sprecher, Nathan Tyler, dementierte umgehend diese Vorwürfe: |