Der amerikanische Programmierer Michael Anthony Bradley (32) aus Oak Park, Südkalifornien, versuchte offenbar Google damit zu erpressen, mit Hilfe einer von ihm entwickelten Software, das AdSense-Werbeprogramm des Suchmaschinenanbieters zu manipulieren. Der erste Kontakt von Bradley mit Google fand angeblich am 2 März statt; dabei soll Bradley den Softwareingenieuren von Google die Machart und Wirkungsweise seiner "Software" erklärt und gleichzeitig seine Forderung in Höhe von 100 000 Dollar geltend gemacht haben. Im Falle, dass der Suchmaschinenbetreiber nicht zahlen würde, wolle Bradley mit Hilfe seines Softwaretools, Google und seinen Werbepartnern, einen Schaden von mehreren Millionen Dollar verursachen. Weiterhin soll Michael A. Bradley, Google damit gedroht haben, das Tool weiteren Spammern zukommen zu lassen, um einen möglichen Schaden zusätzlich in die Höhe zu treiben. Doch bereits am vergangenen Donnerstag schlug der mittlerweile eingeschaltete US Secret Service zu und verhaftete den Mann. Wie der Wall Street Journal in Erfahrung gebracht haben will, wurde Bradley am Freitag, nach seiner Anhörung, gegen eine Kautionszahlung in Höhe von 50 000 Dollar und zahlreichen Auflagen - darunter Verbot der Nutzung eines Computers - wieder auf freiem Fuss gesetzt. Bradley soll während der Anhörung in einem Gerichtsgebäude in San Jose behauptet haben, er hätte lediglich versucht, Google auf Schwachstellen aufmerksam zu machen; aus seiner Sicht wären die geforderten 100 000 Dollar lediglich als "Lohn seiner Arbeit" und nicht als Erpressungsgeld zu sehen. Google's AdSense wird weltweit von zahlreichen Webmastern und Diensleistern auf ihre Webseiten eingebunden, wodurch diese textbasierte - zum Inhalt ihrer Seiten thematisch passenden - Paid-per-Click (PPC) Werbeeinblendungen von Google angeliefert bekommen, die den Nutzern der entsprechenden Seiten präsentiert werden. Ein "künstliches Klicken" auf die Werbeeinblendungen hätte Google und seine Werbepartner Millionen Dollar kosten können und das AdSense-Programm bei den Anzeigenkunden als unglaubwürdig und leicht manipulierbar erscheinen lassen.
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