Betrug und kriminelle Machenschaften treiben im Zusammenhang mit den PPC-Werbeformen bekannter Anbieter, in Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Lage und erbitterten Konkurrenzkampfes immer seltsamere Blüten. Doch wie kann man sich als Werbetreibender gegen Manipulation schützen ?Das Bekanntwerden des Erpressungsversuchs gegen Google (Link: http://www.marketingman.de/news/Michael-A-Bradley-erpresste-Google-und-forderte-100-000-Dollar-13.html) vor einigen Tagen, ist laut Insider lediglich die Spitze des Eisbergs und offenbart öffentlichkeitswirksam die grundsätzliche Ohnmacht der PPC-Anbieter gegenüber softwarebasierter Manipulationsmechanismen. Auf diesbezügliche kritische Fragen von Experten und deren Warnungen, reagierten die Werbeprogramm-Anbieter in der Vergangenheit gar nicht oder mit der lapidaren Argumentation, dieses Problem wäre ihnen kaum bekannt, sie hätten dagegen bereits softwaretechnische Vorbeugemassnahmen getroffen, die den Werbepartner wirksam schützen würden. Das Pay Per Click (PPC) Werbemodell Hierbei bucht ein interessierter Werbekunde KeyWords (=Suchbegriffe oder Kombinationen aus mehreren Wörter) die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit seinem Leistungsangebot stehen. Sucht ein User nach einem dieser Begriffe, wird das Leistungsangebot des (der) entsprechenden Werbekunden, in Textform und mit einer deutlichen Kennzeichnung als Werbung oder "Sponsored Listing", abgesetzt von den regulären Listings, eingeblendet; klickt der User auf dieses Angebot, so muss der Werbetreibende hierfür einen bestimmten Preis an den Betreiber der Dienste entrichten. PPC hatte sich weitgehend durchgesetzt, da es für Suchdienstanbieter, Werbekunden und User gleichermassen einen - kommerziellen - Mehrwert darstellt: - die Suchdienstanbieter können mit dieser Werbeform ihre Suchtechnologie und Dienstbarkeiten refinanzieren
- Werbekunden können zu ihrem Angebot thematisch relevantes Advertising betreiben, was die Streuverluste beachtlich minimiert
- Werbetreibende müssen lediglich für den Click auf ihr Leistungsangebot bezahlen und nicht mehr für blosse Einblendungen
- User der Suchdienste können zwischen "normalen Listings" und "Paid Listings" innerhalb der Ergebnisdarstellung deutlich Unterscheiden
- Mit PPC konnten bis Dato die - für viele User lästige - Einblendungen von Bannern oder sonstigen multimedialen Werbeformen weitestgehend vermieden werden, ohne dass der Website-Betreiber auf den kommerziellen Mehrwert seines Internetangebots verzichten musste
Die in Deutschland bekanntesten Betreiber dieser Werbeform sind, neben Google mit seinem AdWords- (Link: https://adwords.google.de/select/?hl=de) und AdSense-Programm (Link: https://www.google.com/adsense/?hl=de), auch Overture, das mit seinem PPC-Werbeeinblendungen (Link: http://www.content.overture.com/d/DEm/adcenter/basics/dedeindex.jhtml) derzeit unter anderem Altavista, Yahoo!, MSN-Search beliefert und Espotting, Lieferant für Werbeeinblendungen (Link: http://de.espotting.com/info/affilpartners.asp) von Freenet.de, Fireball.de, Stern.de, etc. Manipulation der PPC-Werbeprogramme Die unrechtmässige Manipulation erfolgt durch softwarebasiert-erzeugten Clicks auf die Einblendungen der Werbetreibenden und treibt somit ihre Werbekosten in die Höhe, ohne für diese einen kaufmännischen Mehrwert darzustellen. Hierdurch wird selbstverständlich auch PPC - weil manipulierbar - diskreditiert. Hiervon versprechen sich kriminelle Macher offensichtlich eine künstliche Ausschöpfung des PPC-Budgets der Werbetreibenden mit einem zukünftigen Verzicht auf diese Werbeform und der damit verbundenen Schädigung des Werbeprogramm-Anbieters. Die PPC-Anbieter wären gut beraten, mit dieser Thematik offensiver umzugehen und ihren Kunden, vorab, wirksamere Schutzlösungen oder sonstige Fraud-Prevention-Mechanismen zur Verfügung zu stellen. Schweigen ist nicht immer Gold... |