Die marktführenden Suchmaschinen Google und Yahoo liefern ab Ende April keine Werbeanzeigen für Online-Casinos mehr aus. Mit diesem Schritt wollen die Suchdienste einen anstehenden Rechtsstreit oder etwaige Anordnungen des US-Justizministeriums im Vorfeld vermeiden. Nach dem Auslaufen bestehender Verträge, wird es ab Mai 2004 keine Werbeeinblendungen mehr für Gambling-Seiten mehr geben, so Sprecher beider Suchdienste. Im Zuge florierender Geschäfte mit Offshore-Online-Gambling (Online-Casinos die nicht in den USA ansässig sind), hatte das US-Justizministerium unter Berufung auf das Geldwäsche-Gesetz - money laundering control act - und auf die Empfehlung der NGISC von 1999 ( National Gambling Impact Study Commission ) hinsichtlich Online-Gambling, ein rechtliches Vorgehen gegen die Bewerbung und deren Beihilfe von Offshore-Online-Casinos in Erwägung gezogen. Originalzitat NGISC-Empfehlung, S. 5
The Commission recommends to the President, Congress, and the Department of Justice (DOJ) that the federal government should prohibit, without allowing new exemptions or the expansion of existing federal exemptions to other jurisdictions, Internet gambling not already authorized within the United States or among parties in the United States and any foreign jurisdiction.
Damit hätten sich Suchdienste, die Werbeeinblendungen solcher Einrichtungen ausliefern, unter Umständen, der Beihilfe zu einem illegalen Vorgehen schuldig gemacht. Eine ähnliche Situation bestand 2003 im Zusammenhang mit der Bewerbung "illegaler" Apotheken innerhalb der USA; um möglichen juristischen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen, hatten damals Google und Yahoo! die Werbeeinblendungen nicht-lizensierter Apotheken freiwillig unterbunden. Sollten bestehende Links nicht funktionsfähig sein, so stellt Marketingman.de Kopien der entsprechenden Originaldokumente auf seinen Server zum Download zur Verfügung: 1. Positionspapier des US-Justizministeriums (PDF-Download, ca. 900 KB) 2. Positionspapier der NGISC (PDF-Download, ca. 72 KB) |